Das Ensemble

Nach 25 Jahren Oper entstand der Wunsch nach einem Vokalensemble, das jene Werke leidenschaftlich singen möchte, in denen sich die Komponisten mit Gott auseinandergesetzt haben. Die schönsten, die schwebendsten Musiken entstanden aus diesem Drang, jenes hörbar zu machen, jenes auszudrücken, was so unendlich schön ist und uns Menschen unsere seelische Quelle spürbar machen kann. Beim Niederschreiben müssen sich diese Komponisten in einem enormen Energiefeld befunden haben. Und merkwürdigerweise handelt es sich dabei oft um a cappella Werke ohne Instrumentalbegleitung. Die menschliche Stimme als das am besten geeignete Medium, Göttliches hörbar zu machen. Das bedeutet aber nicht, dass Wohlsang nur sogenannte geistliche Musik, wie beispielsweise Messen, singt. Auch weltliche Musik mit menschlich relevanten Themen kann "göttlich" schön sein.

So bildete sich aus einem anfänglich kleinen Kreis Gleichgesinnter nach und nach ein Ensemble, das achtstimmig diese schönen Werke singen konnte. Das notwendige Können wurde stufenweise erworben, der dieser Literatur innewohnende Anspruch hat es verlangt. Und die von dieser Art Musik ausgehende Anziehungskraft bringt unsere Mitglieder dazu, ein bis zwei Mal pro Woche in die Wohlsangprobe zu gehen. Jedes Mitglied hat sich im Verlauf der Zugehörigkeit zum Wohlsang Vokalensemble verändert, das ist auch ein Charakteristikum von uns. Jedes Mitglied bringt vor, wo es Unterstützung im musikalischen oder stimmlichen Bereich benötigt und bekommt sie. Das wertvollste Betriebskapital von Wohlsang ist der nicht versiegende Enthusiasmus für die schöne Musik. Das spürt das Publikum bei unseren Konzerten.

Hier die Stationen seit unserem Debütkonzert 2020 in der Pfarrkirche Treffling:

  • 09/2020 Erstes Konzert des Ensembles in der Pfarrkirche Treffling / Mühlviertel mit gemischtem Klavier / a cappella Programm: Weelkes Gloria, Brahms Quartette, Brahms Motette „Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen“, Vaughan Williams „Three Shakespeare Songs“, Stanford „The Blue Bird“ und „The Haven“, Elgar „Bavarian Highlands“

  • 09/2021 Musikalische Gestaltung eines Hochamtes in der Basilika St. Florian mit Frank Martins Messe für Doppelchor a cappella

  • 07/2022 Filmaufnahme von Martins Messe für Doppelchor a cappella im Alten Dom zu Linz

  • 09/2022 Konzert zu Bruckners Geburtstag im Alten Dom zu Linz mit Brittens „Hymn To St Cecilia“, Elgars „Go, Song Of Mine“ und allen großen Bruckner-Motetten: „Ave Maria“ (siebenstimmig), „Afferentur regi“, „Pange lingua“, „Locus iste“, „Vexilla regis“, „Tota pulchra es, Maria“, „Virga Jesse“, „Christus factus est“, „Os justi“

  • 11/2022 Konzert in St. Peter zu Salzburg mit Brittens Hymne an die Hl. Cäcilia, Elgars „Go, Song Of Mine“ und Martins doppelchöriger Messe

  • 02/2023 Beginn der Konzertreihe „Nicht von dieser Welt“ mit Martins Doppelchormesse a cappella und Bruckners e-moll Messe für Doppelchor und Harmoniebegleitung. Erstes Konzert mit diesem Programm in der Pfarrei „Herz Jesu“ zu Regensburg. Beginn einer Zusammenarbeit mit dem Bläserensemble „Anton Bruckner Bläser Consort“.

  • 05/2023 Zweites Konzert mit oben genanntem Programm im Rahmen der Stiftsmusik Reichersberg / Innviertel

  • 08/2023 Drittes Konzert dieser Reihe im Rahmen des Musiksommers St. Leonhard bei Tamsweg

  • 10/2023 Musikalische Gestaltung eines Gottesdienstes in der Pfarrkirche St. Konrad zu Linz mit Hubert Parrys „Songs Of Farewell“

  • 02/2024 Gesprächs-Konzert in der Pfarrei „Herz Jesu“ zu Regensburg mit Parrys „Songs Of Farewell“

  • 04/2024 4. und 5. Konzert der Reihe „Nicht von dieser Welt“ (Martinmesse und Bruckner e-moll Messe) in Steinerkirchen und Mattighofen

  • 07/2024 6. Konzert dieser Reihe in der Stiftskirche Engelszell im Rahmen des Festivals „Europäische Wochen Passau“

  • 09/2024 Konzert in der Pfarrkirche Treffling mit Elgars „From The Bavarian Highlands“, Vaughan Williams „Three Shakespeare Songs“ und Bruckners 6 großen Motetten.

  • 10/2024 Konzert in der Wallfahrtskirche Maria Straßengel bei Graz mit Vaughan Williams „Three Shakespeare Songs“, der Brahms Motette „Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen“, Elgars „Go, Song Of Mine“ und Bruckners 6 großen Motetten.

  • 12/2024 Vom Land OÖ, der Stadt Linz und der Österreichischen Botschaft in Madrid unterstütztes Konzert in der Kathedrale von Palencia / Spanien mit der doppelchörigen Messe von Frank Martin, dem Psalm 114 von Bruckner und den 6 großen Bruckner Motetten in Begleitung der 3 Posaunen aus dem Anton Bruckner Consort.

  • 02/2025 „Go, Song of Mine“; Konzert bei den Elisabethinen Linz mit Bruckners Psalm 114, der Hymne an die Hl. Cäcilie von Britten, „Blue Bird“ und „Haven“ von Stanford, Brahms Motette „Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen“, Vaughan Williams „Three Shakespeare Songs“, „Love’s Tempest“ und „Go, Song of Mine“ von Elgar sowie ein Vokalarrangement des „Pie Jesu“ aus dem Fauré-Requiem. Stargast des Abends war Erica Eloff.

  • 03/2025 Wiederholung des „Go, Song Of Mine“-Konzertes in der Kirche am Linzer Pöstlingberg, wieder mit Erica Eloff.

  • 05/2025 Josef Kromolickis „Zweite Festmesse“ führten wir zusammen mit dem Stiftsorganisten Ikarus Kaiser während eines Pontifikalamtes im Stift Wilhering auf.

  • 06/2025 Eine Wiederholung dieser Messe gab es in der Stadtpfarrkirche Grieskirchen ebenfalls mit Stiftsorganist Ikarus Kaiser anlässlich eines Benefizkonzertes.

  • 10/2025 Im Augustini-Saal des Stiftes Reichersberg (Innviertel) gab es einen Liederabend mit Werken von Brahms und Schumann. Das Programm enthielt sowohl a cappella als auch klavierbegleitete Chorlieder (am Klavier Georg Leopold). Höhepunkte waren Brahms „Zigeunerlieder“ und Schumanns „Der Handschuh“.

  • 11/2025 Ein a cappella Konzert im Festsaal des Schlosses Puchberg bei Wels. Alte Bekannte wie die „Shakespeare Songs“ und die Brahmsmotette „Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen“ waren zu hören. Auch Edward Elgar mit „Go, Song Of Mine“ und „Love’s Tempest“ war vertreten. Durch das Programm führte Prof. Hans-Udo Kreuels.

  • 01/2026 Konzertgottesdienst in der Linzer Ursulinenkirche mit den „Quatre motets pour le temps de Noël“ von Poulenc. Zusätzlich etwas Poulenc-Klaviermusik, gespielt von Georg Leopold am Flügel der Ursulinenkirche.