Die Mitglieder
Bei unseren Mitgliedern handelt es sich bekanntlich um Amateure, auch wenn manche eine professionelle Vergangenheit haben. Hier einige Statements von ihnen, wie sie Wohlsang empfinden:
Warum bist Du bei Wohlsang?
Jochen: „Singen macht glücklich! Gemeinsam in intensiven, ruhigen Proben den klanglichen und inhaltlichen Welten in der Musik nachzuspüren, macht mehr als glücklich! Es erfüllt!“
Cathrin: „Weil tolle Literatur intensiv studiert wird und Zeit für die Feinheiten bleibt.“
Eva S.: „Weil ich neugierig war auf das Ensemble, von dem mein Gesangslehrer (Josef) und mein Gesangskollege (Otto) am Ende ihrer Stunde oft sprachen. Deshalb saß ich im vorletzten Winter im Alten Dom und hörte zum ersten Mal Wohlsang in Aktion. Martinmesse, ohne Noten. Ich war schwer beeindruckt von der Power, dem Wechsel der Dynamik und der Perfektion, mit der die Leute das sangen. Und von der Messe, die für mich irgendwie nicht so richtig nach Messe klang – nicht so, wie ich`s als „Otto-Normalchormitglied“ gewöhnt war. Und wenn man dann die (für mich) einmalige Gelegenheit bekommt, ein Teil davon zu sein, dann ist die Antwort klar😊“
Judith: „Wegen der Professionalität des Chorleiters; wegen der spürbaren Vision/Sehnsucht/Suche nach dem vollkommenen Klang...nach Wohlklang; wegen der ausgewählten Literatur.“
Otto: „Gemeinsam mit meinem Gesangslehrer – von der Theorie zur Praxis.“
Erika: „Weil ich es liebe, in einem Ensemble mit überschaubarer Größe zu singen - und weil ich die bunte Mischung der Leute so mag - so interessante Persönlichkeiten!“
Veronika: „Wegen des musikalischen Anspruchs, wegen der genauen Art des Probens und des "Dranbleibens" bis wir die Stücke wirklich können, wegen der Herausforderung der geringen Besetzung pro Stimme und wegen der beteiligten Menschen. Nicht zuletzt wegen Georgs besonderem Engagement. Dass z.B. (kostenlose) Korrepetition angeboten wird, habe ich noch nie erlebt.“
Tomas: „Ich liebe Wohlsang, weil wir die Stücke nicht nur einstudieren, sondern wir setzen uns tief mit den Stücken auseinander und das macht mir irrsinnig Spaß, sodass ich kaum unsere Proben erwarten kann. Jede Probe ist für mich wie eine Feier der wunderschönen Musik und ich fühle mich sehr geehrt, mitmachen zu dürfen.“
Eva L.: „Auf Empfehlung meiner Gesangslehrerin. Ich war gleich fasziniert von der professionellen Arbeit und der Möglichkeit der Korrepetition, was wirklich eine große Hilfe für mich ist.“
Diana: „Weil unser Repertoire aus besonderen Stücken besteht, die nicht alle Chöre leisten können. Und mich fasziniert der Fleiß, und die viele Arbeit, die unsere Mitglieder leisten.“
Norbert: „a) Weil Wohlsang einen sehr hohen musikalischen und künstlerischen Anspruch hat und wir außergewöhnliches Repertoire darbieten.
b) Weil bei Wohlsang Musik mit Gleichgesinnten gemacht wird, die Verstand und Herz, Körper und Geist, Himmel und Erde verbindet.
c) Weil bei Wohlsang das Verbindende im Mittelpunkt steht und nie das Trennende.“
Günther: „Weil lockere Projektchorstimmung herrscht, mir gefällt, dass genug Zeit zum genauen Proben vor Auftritten ist, der Chor und der Chorleiter die nötige Geduld und Bereitschaft zum Herausarbeiten hat, dass bei Wohlsang viel am Wohlklang gearbeitet wird, dass alle bei der Suche nach der Musik gefordert werden und sich weiterentwickeln können.“
Was fühlst Du während des Singens in Wohlsang?
Jochen: „Ich fühle mich mit mir selbst verbunden, da ich seit dem 15. Lebensjahr in Chören mitgesungen habe und seit ich 15 Jahre alt war wusste, dass ich Sänger werden will.“
Eva S.: „Das ist schwierig zu beschreiben und auch abhängig vom Stück, aber immer ist es Begeisterung und eine Art „in etwas zu versinken“. In meinen Singpausen genieße ich den Klang meiner Kollegen und die Einheit, die wir beim Singen bilden.“
Steffi: „Das Singen in den schönsten Kirchen und das Aufführen wunderschöner Musik ist ein beeindruckendes Erlebnis. Es ruft ein Gefühl von Ehrfurcht und Dankbarkeit hervor und betont die Schönheit der Musik auf eine besondere Art und Weise.“
Tomas: „Meine Gefühle beim Singen ändern sich mit der Zeit. Am Anfang, wenn wir ein Stück erst lernen, muss ich viel üben und mich konzentrieren. Je besser ich das Stück kann, höre ich die anderen Stimmen mehr und kann das Stück erst "verstehen" und fühlen. Das führt dazu, dass ich Gänsehaut bekomme und ich möchte meine Freude mit den anderen teilen. Ich schätze mich sooooo glücklich, dass ich bei Wohlsang dabei sein kann.“
Margarethe: „Ganz oft Gänsehaut, tiefe Freude, nach der Probe tiefenentspannt, nach Auftritten beseelt (kanns nicht anders sagen)“
Welche Gefühle möchtest Du gerne beim Publikum hervorrufen?
Diana: „Sie darauf aufmerksam machen, dass sie etwas Anderes hören als gewohnt.“
Erika: „dieses „Wow“-Gefühl - mit uns entschweben wollen; dass die Musik in den Zellen des Körpers zu spüren ist!“
Veronika: „Wenn es uns gelingt, unsere Zuhörer:innen für die Dauer des Konzertes aus dem Alltag (und seiner gelegentlichen Enge) zu holen und die Seele etwas "auszudehnen" haben wir viel erreicht. So gesehen könnten wir uns als "Frischluft für die Seele" sehen.“
Tomas: „Ich möchte, dass die Leute, die uns zuhören, die gleichen Gefühle haben wie ich, dass sie die Freude und die Gänsehaut spüren, dass sie die Schönheit der Musik hören und fühlen, dass sie die Musik verstehen und mit uns teilen.
Margarethe: „Das gleiche Gefühl, das es bei mir auslöst, in Reichersberg hab ich mit den Tränen gekämpft und mich gefreut, dass dieses tiefe Gefühl übergesprungen ist.“
Was unterscheidet Wohlsang Deiner Meinung nach von anderen Vokalensembles / Chören?
Jochen: „Das Proben ist genauso wichtig wie die Konzerte.“
Diana: „Unser Repertoire. Unsere Einstellung. Unser Klang.“
Eva S.: „Meine Meinung: die meisten Chöre/Ensembles bestehen aus Mitgliedern mit ähnlichem Alter, ähnlichem Hintergrund – oft entstanden aus Schulchören, Unichören etc. Bei Wohlsang ist das anders. Wir sind ein bunter Haufen mit unterschiedlichem Alter, Beruf, Wohnort,.. mit einer gemeinsamen Leidenschaft – und einem Chorleiter, der mit seiner Leidenschaft die unsere zu bündeln weiß😉“
Cathrin: „Stimmkultur statt Vereinsmeierei“
Michel: „zeitlos und stressfrei zum Einstudieren“
Josef: „die Qualität u.a. durch das Auswendigsingen“
Otto: „In Wohlsang ist Zeit, ein Stück fertig zu proben.“
Dagmar: „Es ist eine tolle homogene Gruppe, bei der der Leiter überdurchschnittlichen Einsatz bringt mit freiwilligen Korrepetitionen, so oft man will.“
Steffi: „Einer der Punkte, warum sich Wohlsang von anderen Chören unterscheidet ist, dass "Hobbysänger" gemeinsam mit ehemaligen Profis musizieren.“
Judith: „Professionalität des Chorleiters, Bedürfnis nach Weiterentwicklung/Professionalität (künstlerisch, Harmonie der Klänge), manchmal noch fehlende musikalische Verbindung unter den SängerInnen“
Erika: „der Wille zu verbessern, Kritik darf sein - keine Mimosen, Bühnenpräsenz durch auswendig Singen - der Wille dazu!!!“
Veronika: „Wenn damit die Frage nach einem Alleinstellungsmerkmal gestellt wird, würde ich sagen: hohe musikalische Qualität, bewusst an der Grenze zwischen Ensemble und Chor, spezialisiert auf Mehrchörigkeit (mind. 8-stimmige Literatur), auswendig singend. Wenn es um die Sängerseite geht: herausfordernd (geringe Stimmenbesetzung) und gleichzeitig fördernd (unterstützte Weiterentwicklung der eigenen Fähigkeiten).“
Tomas: „Für mich ist der größte Unterschied zu anderen Chören in den ich singe/gesungen habe, dass wir die Stücke sehr detailliert einstudieren. Ich glaube, es geht bei Wohlsang nicht darum, ein Stück nur aufzuführen, sondern wir wollen mit dem Stück die Botschaft des Komponisten vermitteln. Wir möchten die Emotionen des Stückes mit dem Publikum teilen. Das ist für mich der wichtigste Unterschied zu anderen Chören. Wir lernen sogar die Stücke auswendig, um besser und mit mehr Gefühl und Ausdruck singen zu können.“
Eva L.: „Es wird versucht, auf höchstem Niveau zu singen. Außerdem die Liebe zum Detail, ausgefeilte Interpretation. Der Chorklang ist einfach wunderschön.“
Norbert: „die bedingungslose Hingabe an die Musik“
Margarethe: „Unser respektvoller Umgang miteinander, das gemeinsame Er-Arbeiten in die Tiefe eines Werkes, die intensive Zeit des Leiters ins Erarbeiten mit den Korrepetitionen“
Was war bisher Dein persönlicher Wohlsang - Höhepunkt ?
Eva S.: „Mein Höhepunkt war der Auftritt im Alten Dom im September 2022. Es war auch mein erster als Wohlsang-Mitglied.“
Michel: „Dabei sein zu dürfen ist für mich ein Höhepunkt: Glücklich!“
Cathrin: „Frank Martin life ohne Netz und doppelten Boden: Großartig!“
Martin: „Bruckner e-moll – tiefe Spiritualität“
Otto: „Die Darbietung der Martin Messe in Regensburg. Ich habe mich dabei frei gefühlt.“
Steffi: „Mein persönlicher Wohlsang-Höhepunkt war, als ich die Martin Messe zum ersten Mal auswendig mitgesungen habe (Konzert in Salzburg), es war irgendwie ein Gefühl, Teil von etwas sehr Großem zu sein.“
Judith: „Lux Aeterna...ich fühlte mich beseelt; als Georg gesagt hat, dass wir die Martin-Messe auswendig lernen. Ich hatte das Gefühl bei einem Chor sein zu dürfen, der meinen insgeheimen Ansprüchen, Wünschen, Sehnsüchten gerecht werden könnte.“
Erika: „Regensburg - Martin Messe - GEIL!!!“
Veronika: „Zu erleben, wie sich alle auf das "Auswendige" einlassen, auch wenn es schwer fällt, und was dadurch erreicht werden kann.“
Tomas: „Mein persönlicher Wohlsang-Höhepunkt war, wie ich die Aufnahme von dem Konzert in Regensburg gehört habe. Ich habe schon vorher gewusst, dass Wohlsang gut klingt, aber als ich das Kyrie von Frank Martin gehört habe, war ich überrascht, wie gut wir wirklich klingen. Ich war sehr stolz auf uns. Dieser Moment hat meine Vorstellung von der Zukunft von Wohlsang verändert.“
Eva L.: „Der erste Höhepunkt war in St. Florian, als ich nach intensiver Arbeit mit Georg (Korrepetition) Frank Martin singen durfte. Das ganze Repertoire, das wir bisher erarbeitet haben finde ich einfach wunderschön.“
Norbert: „Das Konzert in Salzburg, als ich zum ersten Mal die Martin-Messe auswendig gesungen habe. Ich habe mich so frei, beflügelt und glücklich gefühlt.“
Margarethe: „Meine persönlichen Höhepunkte sind immer dann, wenn bei einem Konzert die Entspannung kommt und die Stimmung in der Gruppe aufgeht und die Energie nach außen geht - sozusagen überschwappt. (Entspannung: meine ich, wenn dieser Anfangsstress aufhört und der Körper in der Schwingung und nicht in der Totalspannung ist.“